Frage einen Hundetrainer nach dem Weg zum Bahnhof ...

Ich hoffe, die Kollegen haben auch Humor!

Frage einen Hundetrainer nach dem Weg zum Bahnhof, und das passiert:

Günther Bloch wird Ihnen antworten, dass er das doch bereits 1975 publiziert hat und man sich doch nur anschauen muss, wie freilebende Dampfloks den Weg zum Bahnhof gefunden haben, noch lange bevor es domestizierte ICEs gab. 

Im Norden wird der Weg zum Bahnhof mit Blechnäpfen ausgeschüsselt.

Gerät man mit der Frage an Thomas Riepe, wird erst mal die Strasse großflächig geräumt, damit man nicht Traube-laufen muss.

Maja Maike Nowak wird einem erst einmal Grundlegendes über die angeborene Stellung des Speisewagens in einem Zug mit 7 Wagons erzählen (der MSW, der mittlere Speisewagen), bevor sie einen mit einem herzhaften KSCHT den Weg zum Bahnhof weist. 

Perdita Lübbe-Scheuermann: Wer bewegt wen? Wo bekomme ich einen Bahnhof? Mögen Sie vielleicht die Leine des Prinzen halten? Und falls Sie unterwegs ein Hörnchen sehen....

Von Ute Blaschke-Berthold wird man für diese Individualdistanz-unterscheitende Frage erst mal einen aversiven, positiv-bestrafenden Geschirrblick ernten, bevor man den intermediären Weg über die Brücke zum Bahnhof vorgelalalalt bekommt. Aber eventuell lohnt sich der Weg gar nicht mehr wegen erlernter Passagierlosigkeit....

Ekard Lind würde Ihnen den Weg spielerisch zeigen.

Gerät man an Angelika Lanzerath, wir man vermutlich nie zum Bahnhof kommen, sondern in der Eifel landen. 

Fragt man Sami El Ayachi wird man wieder am Ausgangspunkt ankommen, denn nicht nur Longierzirkel sind kreisförmig, sondern auch die Kommunikation - vor allem die körpersprachliche - und damit der Weg zum Bahnhof ist es.  Halten Sie sich auf jeden Fall an den Kreisverkehr!

Von Clarissa von Reinhard wird man erst mal nur ein Gähnen ernten, bevor man den Weg zum Bahnhof im Bogen erklärt bekommt, allerdings mit dem wohlmeinenden Hinweis, auf das Calming Signal am Bahnübergang zu achten.

Anita Balser fordert Sie auf, auf keinen Fall auf den Schaffner zu hören, der einem den falschen Weg beschreibt. Ob der Weg gestern richtig war, ist egal, und ob wieder ein Weg beschrieben werden wird, auch. Alle Wege führen ins Hier und Jetzt! Die Strecke wird durch rote und gelbe Signale begrenzt, weil das die natürliche Sprache der Züge ist. Bei falscher Weichenstellung wird die Strecke vom Zugführer sofort harmonisch blockiert.

Falls Jan Nijboer derjenige ist, an den Sie sich wenden, stellen Sie sicher, dass Sie sich ihm von hinten nähern und dort auch bleiben! Er wird den Weg zum Bahnhof gemeinsam mit Ihnen erjagen und Ihnen- falls nötig - mit Preydummies den Weg weisen. Endlich am Bahnhof angekommen, dürfen Sie dann auch am Bahnsteig die Belohnung aus dem Futterbeutel haben. 

Cesar Milan würde Ihnen eintrichtern, dass man den Weg zum Bahnhof nur mit viel Bewegung, Disziplin und Zug-neigung finden kann, aber auch nur, wenn die Energie ruhig und bestimmt ist. Wenn Sie die nicht haben, werden Sie mit einem Alphawurf zum Bahnhof geworfen.

Fragt man Gerd Leder, braucht man Zeit, um sich einen Vortrag über die Herkunft von Zügen, inklusive der Landschläge, wie zB der schwäb’schen  Eisebahne, die Arbeitsgeschichte von Bahnhöfen und darüber, dass auch Bahnschranken bei Wind, Wetter und Schnee am besten draußen aufgehoben sind, anzuhören. 

Nadin Matthews tanzt nach ausgiebigem Erstgespräch, gründlicher Persönlichkeitsanalyse des Fragenden und ausführlicher Beratung körpersprachlich den individuell auf Sie zugeschnittenen Weg zum Bahnhof vor.

Hans Schlegel würde den Weg zum Bahnhof mit Schläuchen pflastern. Außerdem würde er darauf bestehen, dass er ja schließlich den Weg zum Bahnhof erfunden hat, ebenso wie Züge und Bahnhöfe. Und zwar noch im vorletzten Jahrhundert, in der kurzen Verschnaufpause zwischen der Erfindung des Tellington Touches und des Longierens. Außerdem müsste man aufpassen, dass er den Bahnhof nicht klaut. Das schlaucht...

Bei Dorit Feddersen-Petersen würde man eventuell nur Bahnhof verstehen. 

Mirko Tomasini wird Ihnen den Weg auf Leitwolf-Art intuitiv vorspielen und Ihnen dabei den Spiegel vorhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass Sie intuitiv den selben Bahnhof meinen. 

Wenn Sie auf Anton Fichtlmeier stoßen, sollten Sie auf jeden Fall prophylaktisch mit Oropax Ihre Trommelfelle schützen! Mit Nullen und Einsen kommen Sie binärsystematisch ans Ziel. Vielleicht würde er Sie auch mit seinem Landrover fahren?

Treffen Sie auf jemanden von den Hundewelten, wird man erst mal versuchen, Ihnen den "Problemweg-Finde-Berater in 3 Tagen" zu verkaufen, denn echte Wegfinder spielen nicht! Das wiederum ruft sofort Mirko Tomasini und Eckhard Lind auf den Plan. Rudelklopperei!

Martin Rütter würde sich erst mal selbst erkundigen, und zwar nach der Überwachungskamera am Bahnhof. Danach würde er sich vergewissern, dass Sie ihm nicht gefährlich werden können, um Ihnen dann mit dem Master Plus das Züge jagen abzugewöhnen. Ein fast verpasster Zug ist schließlich keine Entschuldigung! Außerdem hätten Sie sich danach für ein 10-Jahres-Abo an Stadtplänen verpflichtet.

Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck würden Sie erst mal fragen, was Sie heute gegessen haben, um Ihnen dann eine auf Zug-Suchende und ihren Hormonstatus zugeschnittene Diät zu empfehlen, die Sie im Speisewagen zu sich nehmen können. Alles basierend auf wissenschaftlichen Zugfahr- und Speiseplänen.

Bei Thomas Baumann müssen Sie sich schon mal über spätere Züge informieren, weil  Sie im völlig entschleunigten La-Ko-Ko-Tempo Ihren Zug verpassen werden. Bei der Auswahl passender Alternativzüge hilft Ihnen Ihr Wissen um die ZOS, die Zugobjektsuche.

Eine grandiose Idee von Peter Stanberg, die ich gleich klauen und vervollständigen musste. Danke dafür!